11.08.2022

Automation

Die Pandemie hat die ganze Welt und nicht zuletzt den Logistiksektor schwer getroffen. Viele Unternehmen hatten Schwierigkeiten, Waren und Materialien rechtzeitig zu bekommen, was bei den Durchlaufzeiten Verzögerungen verursachte. Viele Vorteile sprechen mittlerweile für eine Produktion im Inland und Swede-Wheel hat die Entscheidung gefasst, in Hillerstorp stärker in die Automatisierung zu investieren.

Tobias Hildingsson, Produktionsleiter bei Swede-Wheel erzählt uns mehr über Multiflex!

Die Multiflex ist eine vollautomatische Montagemaschine, die einen zeitraubenden Moment für uns löst: die Montage des Rades auf den Haltebügel. Sie ist eine Weiterentwicklung des kleinen Bruders Miniflex und kann etwas größere Räder montieren, von 80 mm bis hin zu 150 mm. Wir sind sehr stolz auf diese Maschine, denn wir haben sie im eigenen Hause entwickelt. Im Laufe der Jahre konnten wir sehr viel Fertigungserfahrung sammeln und dies versetzt uns in die Lage, die Maschinen selbst zu entwickeln und zu bauen. Die Fertigstellung der Multiflex hat rund ein Jahr in Anspruch genommen, wobei die Pandemie den Prozess oftmals durcheinanderwirbelte. Wir kamen beispielsweise einen Monat lang nicht weiter, weil uns ein kleines Kabel fehlte: Es befand sich bereits im Hafen, konnte allerdings nicht zugestellt werden.

 

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Warum haben Sie sich entschieden, die Maschine selbst zu bauen

Ich sehe eine Menge Vorteile darin, dass wir die Multiflex selbst entwickelt haben. Der größte Vorteil ist, dass wir sie genau auf unsere Anforderungen und Bedürfnisse zuschneiden konnten. Das Wichtigste war, sie so effizient und flexibel wie möglich zu gestalten. Das Umrüsten auf ein anderes Rad sollte leicht und einfach sein, um Stillstandszeiten so kurz wie möglich zu halten und dadurch die Effizienz zu steigern. Alle Maschinen, die wir selbst bauen, ähneln einander und so kann ein Maschinenführer leicht zwischen ihnen wechseln. Kann man eine unserer Maschinen bedienen, lernt man sehr schnell, wie die anderen Maschinen zu bedienen sind. Dies vereinfacht und verkürzt die Schulungen unseres Fertigungsteams. Wir haben nicht wirklich alles selbst gebaut, sondern erhielten bei der elektrischen Anlage und der Software Unterstützung von einer Firma hier aus Hillerstorp. Die Zusammenarbeit war sehr eng und wir haben viel Zeit darauf verwendet, diesebeiden Bereiche zu verbessern und effizienter zu gestalten. Wir haben gesehen, dass auch ein paar Sekunden, die wir bei einem Arbeitszyklus einsparen, einen großen Unterschied an einem Tag und in einem Jahr einen riesigen Unterschied ausmachen und eben diese Sekunden konnten wir dank der Verbesserungen an Elektrik und Software einsparen.

 

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Wie sieht die Zukunft der Produktion in Hillerstorp aus

Wir glauben an eine möglichst umfassende Produktion hier in Hillerstorp und halten daran fest! Hier können wir alles viel besser steuern und haben eine größere Flexibilität. Wir investieren viel in die Produktion in Schweden und werden dies auch in Zukunft tun. Zum Teil betrifft dies den Bau neuer Maschinen, aber die größte Arbeit wird darin liegen, die bereits vorhandenen Maschinen weiterzuentwickeln und vor allem das zu automatisieren, was bislang noch nicht automatisiert wurde. Die Automatisierung bietet offensichtliche Vorteile wie Kosteneffizienz und konstante Qualität, aber auch andere Werte, die wir für wichtig halten. Wir wollen die Arbeitsschritte automatisieren, die derzeit sehr eintönig sind, um den Alltag unserer Fertigungsmitarbeiter abwechslungsreicher zu gestalten.