Mats Persson erklärt – Elastische Gummiräder
Es gibt eine Unmenge verschiedener elastischer Räder. Inwiefern unterscheiden sie sich, und worauf sollte man bei der Auswahl eines elastischen Rads achten? Unser technischer Verkäufer Mats Persson erklärt’s.
Ich habe den Auftrag bekommen, über elastische Räder zu schreiben. Und das hat sich als weniger einfach erwiesen als zunächst erwartet.
Kautschuk ist ja Bestandteil vieler Produkte, aber wie verhält es sich eigentlich mit seiner Elastizität? Vor über 3 000 Jahren gewannen die Ureinwohner Mittelamerikas Kautschuk aus Kautschukbäumen. Diesen vermengten sie mit Ackerwinden-Saft und nutzten die Mischung unter anderem für Sohlen von Sandalen und Gummibälle zum Spielen.
Elastizität ist die Eigenschaft eines Materials, nach Ende der Einwirkung einer Kraft/Belastung in die Ursprungsform zurückzukehren, wobei die bei der Deformierung gespeicherte Energie wieder abgegeben wird. Elastische Materialien haben eine Grenze, bei deren Überschreiten eine nicht reversible plastische Verformung auftritt.
Ein elastisches Gummirad besteht aus einem vulkanisierten elastischen Gummilaufbelag mit einer Nabe aus Polyamid, Aluminium oder Gusseisen. Für ein solches Rad wird Naturkautschuk von Kautschukbäumen verwendet oder Gummi auf synthetische/chemische Weise hergestellt. Um die gewünschten Eigenschaften und Qualitätsmerkmale zu erzielen, werden bei der Gummiherstellung verschiedene Stoffe zugesetzt. Der Gummi wird vulkanisiert, sodass sich zwischen den langen Molekülketten im Ausgangsmaterial Vernetzungen bilden, was das Material stabil und beständig macht.
Die Verbindung zwischen dem Gummilaufbelag und der Nabe ist chemischer oder mechanischer Art; die Härte des Laufbelags liegt meistens zwischen 65 und 75 Shore A; und der Laufbelag eignet sich für Temperaturen zwischen -30 und +80 Grad.
Gummiräder werden meist aus Gründen des Komforts gewählt. Sie haben einen geringen Rollwiderstand, rollen leise, sind stoß- und vibrationsdämpfend und elastisch. Sie funktionieren am besten in trockenen, ölfreien Umgebungen. Gummiräder sind zum Beispiel beim leichten und mittelschweren Materialhandling vielseitig anwendbar und werden für Wagen wie Lagerwagen, Wäschereiwagen, Rollbehälter, Werkzeugwagen und Abfallbehälter genutzt.
Swede-Wheel bietet viele verschiedene elastische Gummiräder mit einem Durchmesser von 80 bis 400 mm. Auf unserer Website finden Sie Räder mit Gleit-, Roll- oder Kugellager; Räder mit grauem oder blauem Laufbelag zum Beispiel färben nicht ab. Die Räder sind lose oder mit Gehäuse erhältlich. Meiner Meinung nach sind kugelgelagerte Räder in den allermeisten Fällen die beste Wahl.
„Als ich einen Räderladen in Örebro hatte, habe ich den Kunden gern die Laufbelagselastizität demonstriert. Dazu warf ich das jeweilige Rad mit viel Rückwärtsdrall in die Luft. Prallte das Rad vom Boden zur Hand zurück, war es gut elastisch.
Ein Kunde wollte es mir gleichtun und warf ein relativ großes und schweres Gummirad in die Luft. Allerdings ohne Rückwärtsdrall. Das Resultat war ein eingeschlagenes Schaufenster. Wahrscheinlich hatte der Laufbelag eine gute Elastizität.“